Säugende und trächtige Hündin

Eine trächtige und säugende Hündin hat einen erhöhten Nahrungsbedarf. Der Bedarf erhöht sich erst ab der zweiten Trächtigkeitshälfte. Bis dahin ist die Gewichtszunahme der ungeborenen Welpen unbedeutend. 90% der embryonalen Körpermasse wird beim Hund erst ab den 30. Trächtigkeitstag gebildet.

Die benötigte Energiemenge ist von der Rasse und der Körpergröße abhängig.

Die Hündin benötigt zusätzlich 1-2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag.

Um die Welpen zu bilden, benötigt die Hündin pro Kilogramm Körpergewicht zusätzlich 65 mg Kalzium am Tag. Auch der Phosphorbedarf steigt erheblich in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit. Ausreichend Vitamine durch die Fütterung mit einem hochwertigem Welpenfutter sollte sie zu sich nehmen. Von unsachgemäßen Verabreichen von Vitaminpräparaten kann ich nur abraten. Bei einer zu hohen Zufuhr von Vitamin A und D kann es zu Kalkeinlagerungen in den Herzkranzgefäßen kommen.

Auch sollte das Futter reich an Linolsäure sein sonst kann es zur Mangelversorgung der Hündin kommen. Die Entwicklung der Welpen wird dann nachhaltig beeinträchtigt.

Nach dem Werfen steigt der Nahrungsbedarf der Hündin deutlich an. Er ist abhängig von der Milchmenge, also der Welpenzahl und der Veranlagung der Hündin. Die Hündin muss mit einer energiereichen Nahrung mit hochwertigem Eiweiß gefüttert werden.

Bei einer säugenden Hündin dosiert man die Nahrung am sichersten nach der Zahl der Welpen. Schon 4 Welpen erfordern eine Verdoppelung der Nahrungsmenge.

Der Bauch einer trächtigen Hündin verfärbt sich dunkel...
hier deutlich zu erkennen in der 5.Trächtigkeitswoche sehr stark durchblutet.

Geburt

Eine gesunde, kräftige und gut versorgte Hündin meistert die Geburt meistens problemlos. Ein guter Züchter hat ihr Wurflager längst vorbereitet und sämtliche Vorkehrungen getroffen.

Er lässt sie nicht mehr unbeobachtet damit seiner Aufmerksamkeit nichts entgeht.

Deutliche äußere Anzeichen für die bevorstehende Geburt sind Unruhe, starkes Hecheln und Nestbauverhalten (Hündin scharrt).Dennoch werden meistens Stunden vergehen bis die Geburtswehen eintreten.

Kurz vor der Geburt sinkt die Temeratur auf 37°C.

Die Hündin leckt vermehrt ihre Vulva.

 

Hier wird noch gearbeitet!