Yorkshire Terrier damals

Den ursprünglichen Yorkshire Terrier kennt wohl heute kaum einer mehr

Der ursprüngliche Yorkshire Terrier war bedeutend größer, als es der heutige gültige Standart vorgibt. Yorkshire Terrier waren exzellente Ratten- und Mäusefänger. Wohl kaum vorstellbar, dass ein heute dem Standart entsprechener Yorkie dazu in der Lage wäre.

Der wohl berühmteste Yorkshire Terrier, der auch als Stammvater dieser Rasse gilt, war Huddersfield Ben (1865-1871), der unzählige Preise auf Ausstellungen und Wettbewerben gewann.

Die offizielle Anerkennung des Yorkshire Terriers erfolgte 1886 durch den englischen Kennel Club. Er fand Einlass in die Häuser der vornehmen Gessellschaft. Vorraussetzung hierfür war jedoch das er auf eine "damenhafte" Größe herunter gezüchtet werden musste. Kleinere Exemplare gab es zwar schon, aber jetzt hieß das Zuchtziel: So klein wie möglich. Schade dabei ist nur das man dabei offensichtlich vergessen hat, dass der Yorkshire Terrier ein echter Terrier ist und kein Püppchen.

Ich hoffe an dieser Stelle das ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann diese tolle Rasse wieder zu dem zu machen was sie einst war.- Unerschrockene, lebhafte, draufgängerische und intelligente Terrier.

Yorkshire Terrier 1893
Alfred the Great 1890
Huddersfield Ben 1865-1871

Der heutige Rassestandart

  • ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: langhaarig, das Haar hängt glatt und gleichmässig beiderseits herab, ein Scheitel reicht von der Nase bis zur Rute. Sehr kompakt und adrett, aber aufrecht in der Haltung und ein Fluidum von "Wichtigkeit" ausstrahlend. Seine Konturen sollten einen kernigen und gut proportionierten Körper erkennen lassen.

  • CHARAKTERISTIKA: reger und intelligenter Zwerg Terrier.

  • WESEN: lebhaft bei ausgeglichenen Wesensanlagen.

  • KOPF UND SCHÄDEL: ziemlich klein und flach, weder Schädel auffallend oder gerundet, noch Vorgesicht zu lang, Nase schwarz.

  • AUGEN: mittelgross, dunkel, glänzend, mit wachsamem, intelligentem Ausdruck und so plaziert, dass sie geradeaus blicken. Nicht hervorstehend. Augenlieder dunkel.

  • OHREN: klein, V-förmig, aufrecht getragen, nicht zu weit auseinanderstehend, mit kurzem Haar von satter, kräftiger Tan-Farbe bedeckt.

  • FANG / GEBISS: perfektes, regelmässiges Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

  • HALS: von guter Länge, harmonisch zum Körper.

  • VORHAND: gut gelagerte Schultern, gerade Läufe, gut mit Haar von sattem goldenem Tan bedeckt, wobei die Haarspitzen etwas heller schattiert sind als an der Haarwurzel. Das Tan darf nicht höher als an die Ellenbogen reichen.

  • KÖRPER: kompakt mit angemessener Rippenwölbung, gute Lendenpartie, ebener, fester Rücken.

  • HINTERHAND: von hinten betrachtet sind die Läufe ganz gerade, gemässigte Winkelung der Kniegelenke; gut mit Haar von sattem, goldenen Tan bedeckt, wobei die Haarspitzen etwas heller schattiert sind als an der Haarwurzel. Das Tan darf nicht höher als bis zu den Kniegelenken reichen.

  • PFOTEN: rund, geschlossen, schwarze Nägel.

  • GANGART / BEWEGUNG: frei und mit viel Schub, geradeaus gerichtete Bewegung in Vor- und Hinterhand, bei ebener Rückenlinie.

  • RUTE: seit 1997 nicht mehr kupiert, mit viel Haar bewachsen. Dieses ist von dunklerem Blau als das am Körper, insbesondere am Rutenende. Sie wird etwas über der Rückenlinie getragen.

  • HAARKLEID: Körperhaar von mittlerer Länge, völlig gerade (nicht wellig), glänzend; von feiner, seidiger Textur, nicht wollig. Das Haar am Kopf und am Fang ("fall") ist lang, hat eine satte, goldene Tan-Farbe; dabei in der Farbe intensiver seitlich am Kopf, am Ohrenansatz und am Fang, wo es besonders lang sein sollte. Die Tan-Farbe am Kopf darf sich nicht in den Nacken ausbreiten, sie darf nicht russig oder mit dunklem Haar vermischt sein.

  • FARBE: dunkles Stahlblau (nicht silberblau) erstreckt sich vom Hinterhauptbein bis zum Rutenansatz, keinesfalls vermischt mit falbfarbenem, bronzefarbenem oder dunklem Haar. Das Haarkleid an der Brust hat ein volles, helles Tan. Alle tanfarbenen Haare sind an der Wurzel dunkler als in der Mitte und werden zur Spitze hin noch heller.

  • GRÖSSE / GEWICHT: Gewicht bis GB/KC 3.2 kg, EHU 3.5 kg, FCI 3.1 kg, die meisten Hundeverbände in den USA 3.5 pfounds
    Tierschutzgedanke soll unterstützt werden, bei Zuchthunden oberstes Limit deshalb sehr empfehlenswert.

  • FEHLER: jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

  • ANMERKUNG: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.