Was kostet ein Yorkshire Terrier?

Bei einen Händler bekommt man sehr oft einen Yorkshire-Welpen für 200 Euro angeboten, bei einen verantwortungsbewussten Züchter kostet ein Welpe heute kaum unter 850 Euro.

 

Das ist eine sehr große Preisspanne. Lesen sie weiter warum das so ist und machen sie sich bitte ihre Gedanken. Jeder zukünftige Welpenkäufer hat es in der Hand, ob es weiterhin Massenzuchtanlagen und Hundehändler geben wird.

Wir sollten alle einen Hund, den vermeintlich besten Freund des Menschen nicht länger als Ware behandeln, sondern endlich anfangen die Tiere zu verstehen!

Ein Blick in die Augen eines Hundes und ein klein wenig Menschenverstand, sollte uns helfen, das Richtige zu tun.

Yorkshire Welpen vom Händler

Die Eltern wurden auf keine Krankheiten untersucht. Die Tiere sind notdürftig untergebracht. Sehr oft in Verschlägen irgendwo im osteuropäischen Ausland ohne Tageslicht. Hündinnen müssen mindestens 2 mal im Jahr Welpen gebären. Sehr oft werden sie auch mit Tabletten behandelt, sadass eine Hündin auch mehrmals im Jahr Welpen werfen kann. Alles ist dreckig. Viel zu früh werden die Welpen von der Mutter getrennt. Sie sind schlecht ernährt, nicht entwurmt oder geimpft, haben keine Prägung auf den Menschen und sind nicht sozialisiert. In Transportern werden sie über die Grenze gebracht und billig angeboten. Meist haben diese Händler weitere Rassen und bringen die Welpen bis an die Haustür.

 

Nur Geschichten? Nein! Überall werden sie Berichte und Bildmaterial über die "Ware" Hund finden. Das böse Erwachen kommt nach den Kauf. Die Welpen sind krank, nicht entwurmt und geimpft. Das vermeintlich gesparte Geld trägt man dreifach zum Tierarzt. Mit etwas Glück wird er überleben und wieder ganz gesund werden. Verhaltensgestört wird er jedoch meist sein Lebenlang bleiben, da ihn die wichtigen sozialen Kontakte in der Prägephase gefehlt haben.

Wenn ich dann an die armen Elterntiere denke, die man nie zu Gesicht bekommt, stellt sich mir die Frage:

Ist Geiz wirklich geil?

So werden billige Welpen produziert

Warum sind Welpen vom Züchter so teuer?

Ein verantwortungsbewusster Züchter verpaart nur einwandfreie und gesunde Tiere. Die Welpen werden liebevoll aufgezogen und bestens sozialisiert und geprägt auf einen guten Start ins Leben vorbereitet. Sie werden regelmäßig entwurmt und altersentsprechend geimpft.

Gesundheitsvorsorge beginnt allerdings schon bei den Elterntieren. Auch sie werden järhlich geimpft und sollten regelmäßig alle 3 Monate entwurmt werden.

Hochwertiges Futter für Mutter und Welpen sollten selbstverständlich sein.

Ebenso wichtig sind die sozialen Kontakte zum Menschen. Ein guter Züchter wird von daher sehr viel Zeit mit seinen Tieren verbringen und ihnen auch Einzelheiten über die jeweiligen Charaktere geben können.

Er behält seine Wepen mind. 8 Wochen lang, auch wenn sie bereits selbstständig fressen.

Um die Welpen verkaufen zu können, müssen Anzeigen geschalten werden. Viele haben auch ein HP. Ein seriöser Züchter will seine Welpenkäufer kennenlernen und auf Herz und Nieren prüfen. Er verbringt viele Nachmittage mit Interessenten bei denen Kaffee oder andere Getränke gereicht werden.

Schon das ist alles mit hohen Kosten verbunden.

Kommen jetzt noch Krankheiten oder andere Probleme hinzu, schnelle die Kosten in die Höhe.

 

Kostenaufwand eines Züchters

Schon der Anschaffungspreis einer Zuchthündin ist höher als der eines reinen Liebhabertieres. Der Züchter investiert auch erst mal weiterhin Geld in seine Hündin, bevor er überhaupt erst einmal Welpen von ihr erwarten kann. Ich glaube ich muss hier niemanden erzählen was ein Hund in nur einem Jahr an Aufzuchtkosten verschlingt. Zu den Futterkosten kommen unzählige Leinen, Halsbänder, Körbchen, Decken, Leckerchen,Spielzeug, Pflegeprodukte,Tierarztkosten, Hundesteuern und und und und. Mal abgesehen von den Schäden die so ein Welpe in den ersten Lebensjahr anrichten kann. Mit etwas Glück entwickelt die vielversprechende Hündin sich nicht nachteilig und kann dann zuchttauglich geschrieben werden.

Nun kommen für die Zucht weitere Kosten auf den Züchter zu.

Mitgliedschaft in einem Zuchtverein

Beantragung des Zwingernamens

Ausstellungen

Kosten für den Deckrüden

Kosten für Wurflager

Wärmequelle für die Welpen

Welpenauslauf für drinnen und draußen

Welpenmilch

hochwertiges Futter

Kauartikel

Spielzeug

Halsbändchen und Leinen

jede Menge Küchenrollen

Handtücher

Decken

Strom und Wasser für eine gute Waschmaschine und einen Trockner

regelmäßige entwurmungen alle 14 Tage

Impfung

Chip

Wurfabnahme

Ahnentafeln

Anzeigenschaltung

Bewirtungskosten der Welpeninteressenten

Telefonkosten

Kosten für HP

Kosten für Nachbetreuung durch Besuche, gemeinsame Unternehmungen usw.

Vorallem braucht man aber ne Menge Zeit für die eigenen Hunde, für die Welpenaufzucht und für die Welpenkäufer, auch für die Nachbetreuung. Auf Freizeit, Urlaub und andere Hobbys muss sehr oft verzichtet werden.

 

Lohnt sich denn diese Hundezucht?

6 Welpen werden verkauft. a1000Euro = 6000 Euro Gewinn?

Weit gefehlt. Haben sie mitgerechnet?

Auch Hunde die nicht mehr in der Zucht sind müssen weiterhin versorgt werden und verursachen Kosten. Was verdient so ein Züchter also? Können sie sich vorstellen 365 Tage im Jahr zu Arbeiten, auf Urlaub zu verzichten und auch alles andere hinten anstehen zu lassen? Selbst Freundschaften bleiben da sehr oft auf der Strecke, weil die wenigsten nachvollziehen können das man für andere Sachen keine Zeit findet.

Schauen sie hinter die Kulissen und hinterfragen sie alles. Sie werden erkennen ob die Hunde bei den von ihnen ausgewählten Züchter an erster Stelle stehen oder nur der eigene Geldsegen.

 

 

 

 

 

Ahnentafel = teurer Welpe?

Viele Welpeninteressenten meinen, dass eine Ahnentafel den Preis bestimmt, daher richten sie ihr Augenmerk auf Hunde ohne Ahnentafel.

Keine Frage das sich mit Ahnentafel der Preis künstlich in die Höhe treiben lässt. Aber vorsichtig, dies haben auch unseriöse Züchter und Händler erkannt.

In erster Linie sollte die Aufzucht den Preis bestimmen und nicht ein überteuertes bezahltes Stück Papier.

Vorteile einer Ahnentafel

Ein Züchter der über ein Verband oder Verein züchtet muss sich an strengen Zuchtrichtlinien halten, die zum Schutz der Hunde aber auch zum Schutz der Welpenkäufer aufgestellt sind. In den Zuchtrichtlinien ist z.B. festgelegt, wieviele Würfe eine Hündin in welchen Zeitraum haben darf. Hier soll verhindert werden, dass Hündinnen nicht ständig mit Welpen ausgebeutet werden. Genau das macht auch eine Ahnentafel für uns Liebhaber so wichtig.

Die Ahnentafel gibt ihnen auch Sicherheit einen reinrassigen Welpen zu bekommen, der von gesunden Elterntieren abstammt.

Worauf sie achten sollten

Fehlende Aufklärung, Mitleid und die Chance möglichst billig an einen Rassehund zu kommen sind häufig die falsche Wahl um an einen Welpen zu kommen. Diese Gedanken sind weitläufig verbreitet und klingen zunächst auch verständlich bei der heutigen wirtschaftlichen Lage.

Dennoch möchte ich vor solchen Käufen warnen.

Vorsicht bei Massenzüchtern!

Massenzüchter haben keine besondere Vorliebe für eine bestimmte Rasse. Sie züchten das was gerade "in Mode" ist. Massenzüchter sind auf reine Zwingerhaltung oder sogar Käfighaltung angewiesen, da mehrere Rassen und viele Hündinnen untergebracht werden müssen. Gesundheitliche Vorsorge und Sozialisierung der Welpen sind hier nicht gegeben. Da auch kaum Kontakt zu den Menschen besteht, sind die Welpen auch nicht auf diesen geprägt und zeigen sich sehr ängstlich.

 

Die Hundehändler

Hundehändler betreiben ein Import/Export-Geschäft und kaufen ganze Würfe im Alter von 4-6 Wochen von den Vermehrern auf. Fingierte "Papiere" täuschen die Echtheit eines Rassehundes vor. Auch hier ist größte Vorsicht geboten. Welpen müssen mind. 8 Wochen bei ihrer Mutter bleiben! Aus einen günstigen Angebot wird meist ein Hundekauf mit teuren Folgen.

 

Also Augen auf beim Hundekauf!

Ein seriöser Züchter wird es ihnen nicht übel nehmen, wenn sie ihn anfangs misstrauisch gegenüber stehen. Er wird ihnen alle Fragen beantworten und ihnen auch alles zeigen können.

Achten sie auf ein sauberes Umfeld.

Vergewissern sie sich wie die Tiere untergebracht sind.Welchen Eindruck haben sie von der Mutter? Stellen sie möglichst viele Fragen über Aufzucht,Gesundheit und vorallem aber über die Rasse. Ein seriöser Züchter wird ihnen alle Fragen bereitwillig beantworten und selber viele Fragen stellen.